Hall of Fame – zwischen Geschichte und Eishockey
„Die Ausstellung ‚Legenden: Die Suche nach dem Gral‘ setzt sich mit dem Konzept der Hall of Fame auseinander, das oft mit aussergewöhnlichen Leistungen und Hingabe in Verbindung gebracht wird, aber auch von ‚Schweigen‘ geprägt ist: Viele Akteure bleiben unsichtbar, was die impliziten Auswahlkriterien offenbart. Sie lädt dazu ein, Kreativität, Vielfalt und Teamgeist neu zu würdigen.
Gleichzeitig stellt sie die jesuitische Pädagogik der Sportkultur gegenüber: In den Internaten lenken Bilder das Denken und die Hingabe, während im Sport Symbole, Rituale und Diskurse Emotionen und kollektive Energie mobilisieren. Die Eishallen werden so zu Orten der Zusammenkunft, an denen Rituale, Legenden und Begeisterung gelebt werden – ohne das Versprechen der Erlösung, aber mit vergleichbarer Intensität.
Die Neugestaltung der Hall of Fame bietet den Besuchern die Möglichkeit, eine einzigartige Fan-Identität zu bekräftigen. Die durch Leistungslogiken unsichtbar gemachten Figuren – vergessene Spieler, Pensionäre, nicht konforme Körper oder engagierte Fans – werden zu wahren Ikonen und offenbaren den Reichtum und die Vielfalt einer gelebten, verkörperten und geteilten Sportkultur.“
Vincent Robadey
Die Vernissage findet am 9. Mai 2026 um 14:00 Uhr statt – eine hervorragende Gelegenheit, die Ausstellung zu entdecken.